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29.04.2016

Insights zum OTA Markt in der DACH Region

Die OTAs waren ein großes Thema bei der Tourism Fast Forward Konferenz in Mayrhofen. Prof. Schegg aus der Schweiz präsentierte die Martkanteile der Big Player unter den OTAs in der DACH Region und diskutierte mit dem Generalsekretär der ÖHV, Markus Gratzer, über Chancen für die Hoteliers.
Die OTA Landschaft in der DACH Region
Prof. Roland Schegg von der Fachhhoschule Westschweiz Wallis präsentierte auf seine aktuelle Studie zum Tourismus in der DACH Region. Seine Zahlen aus dem Jahr 2015 zeigen die Dominanz der drei Big Player unter den OTAs: Priceline, Expedia und HRS. Zu Priceline gehören unter anderem Booking.com und agoda, während z. B. ebookers venere.com und Hotels.com zu Expedia gehören. HRS mischt besonders mit HRS, tiscover und hotel.de im OTA Markt mit.

In allen drei Ländern der DACH Region erreichen sie gemeinsam jeweils zwischen 89,5 – 94,2% des OTA Markts. In allen Ländern ist Priceline der mit Abstand größte Player im Markt:
  •     Österreich 89,5%: Priceline 65,5% - HRS 12,8% - Expedia 11,2%
  •     Schweiz 94,1%: Priceline 71,3% - HRS 8,6% - Expedia 14,2%
  •     Deutschland 94,2%: Priceline 51,9% - HRS 36,4% - Expedia 5,9%

Fazit: Die direkten Buchungen nehmen ab, der indirekte Vertrieb und damit die Kommissionen steigen.

Hotel vs. OTA?
Am Ende des Vortrags von Prof. Schegg gesellte sich Markus Gratzer, der Generalsekretär der Österreichischen Hotliervereinigung, auf die Bühne. Gratzer unterstreicht, dass die OTA für die Hotellerie ein wichtiger Partner sind. Gleichzeitig naschen sie jedoch vom Kuchen mit und die Kommissionen sind eher im Steigen als im Sinken.

Der daraus folgende Kampf „Hotel vs. OTA“ wird von allen DACH Ländern unterschiedlich angegangen. In Deutschland geht das Kartellamt gegen die die Ratenparität vor, Schweiz setzt auf die nationale Buchung und Österreich wählt den „schau mer mal“-Ansatz.
Prof. Schegg hat eine klare Meinung zu diesem Kampf. Hotels haben eine Chance, sie müssen jedoch hart an ihrer (e)Fitness arbeiten und einen echten Mehrwert für die Gäste schaffen.

Als Beispiel nannte er die Aktion e-fitness Zermatt. Damit will Zermatt Tourismus gemeinsam mit den Hoteliers n den nächsten Jahren unterm Matterhorn die Spitze der digitalen Kommunikation erklimmen.

Das e-fitness Programm in Zermatt besteht aus den folgenden vier Bereichen, die dynamisch ineinander greifen aber auch einzeln genutzt werden können:
  •     Check: Analyse der Ist-Situation
  •     Coach: Unabhängige und individuelle Beratung
  •     Training: Digitales Know-how stärken
  •     Challenge: Gelerntes und Erkanntes umsetzen

Im Anschluss gaben weitere Redner mit Beispielen aus der Praxis Einblicke ins Thema Hotel vs. OTA. Einig waren sich die Redner in einem Punkt: Um Erfolg zu haben müssen die Hoteliers wieder den Customer Journey der Gäste kontrollieren!

Über die Customer Journey wurde am Tourism Fast Forward viel gesprochen, klick hier und erfahre mehr.

Neben der Customer Journey und den OTAs drehte sich auf dem Kongress vieles um den Onlinevertrieb der Hotels in der DACH Region. Prof. Roland Schegg hat auch zu dieser Thematik die aktuellsten Zahlen dazu: die Vertreibskanäle der Hotellerie in der DACH Region.
 
 
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