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04.05.2016

Online-Hotelvertrieb - aktuelle Analysen

Wie sieht der Online-Hotelvertrieb in der DACH Region gegenwärtig aus und wie entwickelt er sich? Diese Frage stellen sich viele Organisationen, Verbände, Hotels, Technologie Anbieter, Agenturen und Berater. Ein Mann hat die Antwort: Prof. Roland Schegg von der Fachhochschule Westschweiz Wallis.
Vertriebskanäle der Schweizer Hotels
Im Jahr 2002 machte der Direktvertrieb bei den Schweizer Hotels noch über 70% aus. Aktuell ist dieser rückläufig und liegt laut Prof. Schegg bei 60,7% die sich wie folgt zusammensetzen:
  •     Telefon: 19,9%
  •     Mail/Fax: 2%
  •     Walk-in (Personen erscheinen ohne Reservierung im Hotel) 4,7%
  •     Anfrage von der eigenen Website: 5%
  •     Anfrage per Mail: 21,6%
  •     Direktbuchung über die Hotelwebsite: 7,5%


Fast jede vierte Übernachtung wird bereits indirekt online gebucht, wobei in erster Linie die OTAs stark im steigen sind:
  •     OTA: 20,6%
  •     GDS: 3,4%
Die Nationale Tourismusorganisation (NTO) und Destinations Marketing Organisationen (DMO) liefern wenige Buchungen, gemeinsam kommen sie auf gerade einmal 2,1%. Zur Verteidigung der NTO und der DMOs muss eines klar gesagt werden: Sie generieren zusätzlichen Traffic für die einzelnen Hotelwebsiten, der in weiterer Folge wiederum zu Anfragen und Buchungen führen kann. Immer vorausgesetzt dem Hotel gelingt es den potentiellen Gast auf der Website anzusprechen.

Klassische Vertriebspartner wie Reisebüros kommen gemeinsam mit Kongressorganisatoren und Hotelketten auf 10,3%. Die restlichen 2,5% werden über sonstige Kanäle generiert.

Vertriebskanäle der Deutschen Hotels
In Deutschland macht der Direktvertrieb mit 65,5% der Buchungen einen größeren Anteil als in der Schweiz aus. Doch auch hier ist er rückläufig, 2013 Auch in Deutschland ist der Direktvertrieb Rückläufig, 2013 lag er noch bei 67,3%.
  •     Telefon: 26,3%
  •     Mail/Fax: 3,1%
  •     Walk-in (Personen erscheinen ohne Reservierung im Hotel) 5,5%
  •     Anfrage von der eigenen Website: 7,8%
  •     Anfrage per Mail: 16,6%
  •     Direktbuchung über die Hotelwebsite: 6,3%

Die OTAs sind in Deutschland noch etwas stärker. Jede vierte Übernachtung wird bereits indirekt online gebucht:
  •     OTA: 24,5%
  •     GDS: 1,1%
In den letzten beiden Jahren haben die OTAs ein unglaubliches Wachstum von 4,1% hingelegt. Doch dies wird vermutlich nicht das Ende der Fahnenstange sein, laut Prognosen wird der Anteil der OTAs auch in Zukunft weiter steigen.

Die Nationale Tourismusorganisation und Destinations Marketing Organisationen liefern noch weniger Buchungen als in der Schweiz. Zusammen kommen sie auf lediglich 1,8 %. Auch hier bringen sie aber natürlich zusätzlichen Traffic für die Websiten der Hotels.

Deutlich geringer als in der Schweiz ist der Anteil der klassischen Vertriebspartner. Reisebüros kommen gemeinsam mit Kongressorganisatoren und Hotelketten in Deutschland auf lediglich 5,7%. Die restlichen 1,1% werden über sonstige Kanäle generiert.

Vertriebskanäle der Österreichischen Hotels

Generell gibt es viele Ähnlichkeiten zwischen den Vertriebskanälen der Hotellerie in Österreich und der Schweiz. So ist der Direktvertrieb auch in Österreich im Sinken und liegt 2015 bei rund 63,6%, die sich wie folgt zusammensetzen:
  •     Telefon: 14,1%
  •     Mail/Fax: 1,7%
  •     Walk-in (Personen erscheinen ohne Reservierung im Hotel) 3,7%
  •     Anfrage von der eigenen Website: 10,7%
  •     Anfrage per Mail: 24,7%
  •     Direktbuchung über die Hotelwebsite: 8,8%

Die indirekten Buchungen nehmen in Österreich immer stärker zu, und wiederum fallen besonders die OTAs auf:
  •   OTA: 21,2%
  •    GDS: 0,8%

Von den Nationalen Tourismusorganisation und Destinations Marketing Organisationen in der DACH Region bringen die Österreichischen Organisationen am meisten Buchungen. Jedoch ist der Wert mit 2,2% auch hier relativ nieder.

Die klassischen Vertriebspartner sind für die Buchungen in Österreich deutlich wichtiger als jene in Deutschland und ungefähr gleich bedeutend wie in der Schweiz. Reisebüros, Kongressorganisatoren und Hotelketten generieren 10,2% der Buchungen. Die restlichen 1,6% kommen über sonstige Kanäle zustande.

Mehr Infos zur OTA Landschaft in der DACH Region gibts hier


 
 
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